Digitale Transformation in KMU? In 3 Schritten zur passenden digitalen Strategie

von Clemens Thaler | Geschäftsführer am 07.11.17

Alle reden, schreiben, posten und twittern über das grosse Trendthema «Digitale Transformation» − in all seinen Facetten und Ausprägungen: Digital Customer Experience (DCX), Digital Strategy, Digitaler Wandel, Big Data, Internet of Things (IoT), Industrie 4.0… Es ist ein scheinbar endloses Thema, das sich seit rund vier Jahren in der Fachpresse und an Verbandstagungen, Messen und Kongressen hält. Der Druck, an der digitalen Transformation zu partizipieren, ist inzwischen auch bei kleinen und mittleren Unternehmungen (KMU) angekommen.

Generell bietet die digitale Transformation den Unternehmen die Möglichkeit, Chancen am Markt zu nutzen und die eigenen Prozesse zu optimieren. Aber sich blindlings irgendeine Software zuzulegen, um seine Prozesse irgendwie zu digitalisieren, das wird irgendwo hinführen − nur nicht zum gewünschten Erfolg. (Lesen dazu auch den t3n-Beitrag «Digitalisierung im Mittelstand: So geht’s»)

Stellen Sie sich also nicht die Frage, wie Ihr Unternehmen an der digitalen Transformation teilnehmen kann, sondern vielmehr die Frage, wo die Digitalisierung Ihrem Unternehmen einen entscheidenden Vorteil bringt. Hierzu möchte ich Ihnen drei einfache Schritte empfehlen:

Schritt 1: Probleme aufdecken und Optimierungspotenziale erkennen – In welchen Bereichen könnten Sie besser sein?

Fragen Sie sich: In welchen Bereichen – zum Beispiel im Verkauf, Marketing oder Service – hinken Sie hinterher? Wo haben Sie Wettbewerbsvorteile, die Sie noch besser ausspielen könnten? Wie müssen Sie Ihr Unternehmen entwickeln, damit Sie Ihre Kunden langfristig binden? Seien Sie dabei ehrlich und zugleich kritisch mit Ihrem Unternehmen. Eine zusätzliche externe Perspektive kann sich durchaus lohnen.

Schritt 2: Mögliche Lösungswege eruieren - Welche Software kommt in Frage?

Business Software; CRM Software

Sie kennen Ihre Optimierungspotentiale. Jetzt gilt es, die Digitalisierung für Ihr Unternehmen zielgerichtet einzusetzen und die passende Software zu finden. Lassen Sie mich Ihnen dazu ein Beispiel erzählen: Ein Geschäftsführer eines im Grosshandel tätigen Unternehmens vermutet Verbesserungspotenziale in den Vertriebsprozessen und Serviceabläufen. Ihm fehlt allerdings der notwendige Überblick, denn die Reports, die er aus dem Warenwirtschaftssystem (ERP) zieht, sind gelinde gesagt «besser als nichts». Das bewährte ERP-System abzulösen kommt jedoch nicht in Frage. Es gäbe einen Aufschrei in der Belegschaft, die Kosten wären sehr hoch und das ERP-System ist grundsätzlich nicht in allen Bereichen unzureichend (mit der Lagerhaltung und Buchhaltung ist der Geschäftsführer durchaus zufrieden). Um die Abläufe im Service und im Vertrieb dennoch zu optimieren und passgenaue Reports zu erhalten, erwägt er die Einführung eines CRM-Systems. Allerdings stellt er schnell fest, dass die Möglichkeiten sehr vielfältig sind – und steht vor der nächsten Ratlosigkeit.

Wenn Sie an diesem Punkt ankommen, rate ich Ihnen: Nehmen Sie sich Zeit! Eine Business-Software wie beispielsweise ein CRM-System sollte im Idealfall ein langer Wegbegleiter für Ihr Unternehmen sein, der mitwächst und sich anpasst. Oder vereinfacht gesagt: Business-Software ist schlichtweg zu teuer für einen Impulskauf. (Sollten Sie auf der Suche nach einer CRM-Software sein, empfehle ich Ihnen die hier verlinkte Checkliste zur CRM-Auswahl.)

Schritt 3: Die richtige Entscheidung treffen – Mit wem können Sie sich eine langfristige Zusammenarbeit vorstellen?

Sie haben sich zwei oder drei Software-Anbieter näher angesehen und möchten sich nun für einen entscheiden. Vergessen Sie bei Ihrer Entscheidung eines nicht: Den Faktor Mensch. Was nützt Ihnen eine Software, die auf dem Papier alles kann, wenn Sie nicht den Dienstleister an Ihrer Seite haben, der Sie berät, sich für Sie Zeit nimmt und auch nach der Einführung für Sie da ist? Eine optimale Lösung besteht immer aus beiden Aspekten: Einer passenden Software und einem passenden Dienstleister.

 

Ist die Digital Customer Experience (DCX) in Unternehmen noch Vision oder bereits Wirklichkeit? Was treibt die digitale Transformation in KMU voran und welche Faktoren gelten als Hindernisse? Um diesen Fragen nachzugehen hat die IDG in ihrer aktuellen Studie über 300 (IT-)Verantwortliche in der D-A-CH-Region befragt.

Studie Digital Customer Experience (DCX)

 

Clemens Thaler | Geschäftsführer

Clemens Thaler | Geschäftsführer

Clemens Thaler ist eidg. dipl. Wirtschaftsinformatiker sowie Executive Master of Marketing (CRM). Von 2009 bis 2017 war er Geschäftsführer und Teilhaber der Ambit AG. In dieser Funktion beriet er Unternehmungen zu CRM-Strategie und Kundengewinnungsprozessen. Seit 2017 ist Clemens Thaler Geschäftsführer der cobra computer's brainware AG.

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